Seine Reflexe, geschärft durch die grausamsten Schlachten, übernahmen die Kontrolle. Ohne eine Sekunde zu zögern, ohne Rücksicht auf soziale Konventionen, Ehre oder ihr Geschlecht, griff er auf die kompromisslosen Nahkampftechniken zurück, die er im Krieg perfektioniert hatte. Er versetzte ihr einen derartig verheerenden, wuchtigen Schlag, dass Jessica die Luft aus den Lungen gepresst wurde. Sie taumelte heftig rückwärts, verlor den Halt und schlug mit dem Kopf hart und ungedämpft auf dem steinernen Boden auf.
Akt III: Die Vergeltung des Soldaten
Im Bruchteil einer Sekunde war die arrogante, herrische, unantastbare Ausstrahlung dieser korrupten Frau in tausend Stücke zerbrochen. Jessica, die sich noch vor wenigen Minuten als ungekrönte Königin des Hauses gefühlt hatte, wurde nun von einer blanken, lähmenden Panik ergriffen. Ihr Gesicht, das sonst so stolz gewesen war, wurde totenbleich, ihre Augen weiteten sich vor blankem Entsetzen. Sie wand und drehte sich am Boden wie ein gefangenes Tier und stieß eine Reihe durchdringender, markerschütternder Schreie aus:
— „Nein! Halt stopp! Es tut weh! Alex… hör auf, ich bin doch deine Tante! Deine eigene Familie! Bitte, verschone mich – ich flehe dich auf den Knien an, lass mich gehen!“
Doch in diesem Augenblick, unter diesen Umständen, wäre jede Gnade eine unverzeihliche Beleidigung der elementaren Gerechtigkeit gewesen. Alex überragte die am Boden liegende Täterin wie ein unerbittlicher Richter. Er verlor kein weiteres Wort an sie; Worte waren längst überflüssig geworden.
Langsam, mit einer mechanischen Kälte, hob er seinen schweren, abgenutzten Militärstiefel – der noch den Staub und den Schmutz der Front trug – und senkte ihn gezielt. Er drückte die Sohle seines Stiefels unbarmherzig direkt auf Jessicas hochmütiges, blutendes Gesicht, das einst so makellos und stolz gewesen war.
Er beugte sich tief zu ihr herab, sodass ihre Gesichter nur Zentimeter voneinander entfernt waren. Seine Augen waren blutunterlaufen, wild und durchdringend – als würde er direkt in die verdorbene, schwarze Seele der Verräterin blicken. Mit leiser, aber von unendlicher Kälte erfüllter Stimme sprach er:
— „Das ist für all die Schmerzen, die du ihr angetan hast. Und es ist erst der Anfang.“
Der erdrückende, tonnenschwere Druck des Militärstiefels raubte Jessica vollständig den Atem. Ihre feine Nase brach unter dem Gewicht mit einem knöchernen Knacken, und ein ekelerregendes Gemisch aus Tränen, Schleim und dem metallischen, warmen Geschmack von frischem Blut trat aus ihrem Mund. Sie konnte nur noch hilflose, kehlige Laute von sich geben, während ihre Hände verzweifelt im Staub kratzten.
Akt IV: Das Schicksal der Verräterin und die Auferstehung des Imperiums
Alex’ rasche, kompromisslose und zugleich juristisch untermauerte Vergeltung setzte der jahrelangen, grausamen Herrschaft von Jessica und ihrem mitschuldigen Ehemann ein jähes und schmerzhaftes Ende. Was Jessica nicht bedacht hatte: Das hochmoderne Überwachungskamerasystem der Villa, das sie selbst aus Paranoia vor Einbrechern hatte installieren lassen, hatte den gesamten Tathergang in kristallklarer HD-Qualität aufgezeichnet – von dem kalten Stoß bis hin zu ihren hasserfüllten Worten.
Dieses belastende Videomaterial wurde noch in derselben Nacht sowohl der Kriminalpolizei als auch direkt dem gesamten Vorstand des Mark-Konzerns übermittelt.
Was das unschuldige Opfer betrifft: Eleanor wurde dank Alex’ schnellem Eingreifen gerade noch rechtzeitig in die hochmoderne Notaufnahme eines spezialisierten Universitätskrankenhauses eingeliefert. Trotz schwerer Knochenbrüche und innerer Verletzungen half ihr ihr eiserner, unbezwingbarer Lebenswille, die kritische Phase zu überstehen. Unter der hingebungsvollen, Tag und Nacht währenden Fürsorge ihres geliebten Enkels Alex begann die alte Dame in den folgenden Wochen, sich Schritt für Schritt zu erholen und ihre körperliche Stärke zurückzugewinnen.
Die Täter kamen selbstverständlich nicht ungeschoren davon. Jessica verlor nicht nur augenblicklich ihre gesamte gesellschaftliche Macht, ihren Ruf und jeden Cent ihres illegalen Reichtums, sondern sie wurde zudem von einem Gericht wegen versuchten Mordes an einer Schutzbedürftigen sowie schwerer gewerbsmäßiger Veruntreuung zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Ihr Ehemann, dessen feige Mittäterschaft, Mitwisserschaft und finanzielle Gier im Zuge der polizeilichen Ermittlungen restlos offengelegt wurden, verlor ebenfalls sofort jeden rechtlichen Erbanspruch und landete wegen Verschwörung direkt neben ihr im Hochsicherheitsgefängnis.
Das Mark-Imperium wurde unter der strahlenden, entschlossenen Führung von Alex und der genesenen Eleanor komplett restrukturiert, von allen korrupten Elementen gesäubert und erstrahlte in neuem, unzerstörbarem Glanz – als ewiges Mahnmal dafür, dass wahrer Verrat am Ende immer von der eisigen Faust der Gerechtigkeit eingeholt wird.