“I don’t know.”
Hayes looked stunned.
“What do you mean?”
Daniel swallowed.
“She disappeared three days ago.”
I felt cold all over.
Three days.
The same day Kale attacked me.
The same day Vesta hid the steel ball.
The same day the Mercer family’s carefully maintained image began to collapse.
Hayes stood.
“Have you reported her missing?”
Daniel nodded.
“Yes.”
Evelyn reached for her phone.
“We need to tell Detective Brooks.”
Daniel raised one hand.
“Wait.”
Everyone stopped.
He looked toward me.
“There’s something else.”
My pulse quickened.
“Before she disappeared, my daughter sent me one message.”
Hayes leaned forward.
“What did it say?”
Daniel reached into his pocket.
He removed his phone.
His fingers trembled as he unlocked it.
Then he turned the screen toward us.
The message contained only seven words.
THE WOMAN WHO HID THE BALL KNOWS.
I stared at the screen.
Vesta.
Again.
Hayes’s face hardened.
“What does that mean?”
Daniel shook his head.
“I don’t know.”
Evelyn looked toward the door.
“We need to involve the police immediately.”
But before anyone could move, my phone vibrated.
A new message appeared from the anonymous number.
THE SECOND RECORDING ISN’T LOST.
My breath caught.
Another message arrived.
I KNOW WHERE IT IS.
Hayes leaned over my shoulder.
We stared at the screen together.
Then a third message appeared.
BUT IF YOU WANT IT, YOU NEED TO STOP TRUSTING THE PERSON STANDING BESIDE YOUR BED.
I slowly looked up.
Hayes stood on my left.
Evelyn stood near the laptop.
Daniel sat beside the window.
All three were watching me.
Then the hospital room door opened.
Detective Brooks stepped inside.
Her face was pale.
She held a sealed evidence bag.
Inside was a small silver flash drive.
She looked directly at Hayes.
“Mr. Mercer, we recovered this from a vehicle connected to the missing woman.”
Hayes stared at the bag.
Brooks continued.
“And there’s something you need to see before we play it.”
She placed a photograph on the table.
I leaned forward.
The picture showed Daniel Rourke’s daughter standing beside a man outside a commercial building.
The man had his back to the camera.
But his jacket carried a familiar company logo.
IRONLINE FREIGHT SOLUTIONS.
My company.
My heart stopped.
I reached for the photograph.
Then I noticed the date printed in the corner.
Das Foto war zwei Tage vor dem Grillfest aufgenommen worden.
Unter dem Foto stand ein handgeschriebener Name.
Ein Name, den ich sofort wiedererkannte.
Meine Hand begann zu zittern.
Denn die Person, mit der sich Daniels Tochter getroffen hatte, war kein Fremder.
Es war jemand, dem ich alles anvertraut habe.
Tessa Grant.
Genau in diesem Moment klingelte mein Telefon.
Auf dem Display wurde ihr Name angezeigt.
Ich antwortete.
“Sag ihr, für wen du wirklich arbeitest.”
Die Stimme des Mannes drang so deutlich durch mein Telefon, dass ich das Gefühl hatte, er stünde in meinem Krankenzimmer.
Dann hörte ich Tessa Grant nach Luft schnappen.
Ein Stuhl schabte über den Boden.
Etwas Schweres prallte gegen einen Schreibtisch.
“Tessa!” rief Hayes.
Das Gespräch wurde unterbrochen.
Drei Sekunden lang rührte sich niemand.
Detective Lena Brooks stand neben meinem Krankenhausbett und hielt einen Beweismittelbeutel in der Hand, der den silbernen USB-Stick enthielt, der in einem Fahrzeug gefunden wurde, das mit der vermissten Tochter von Daniel Rourke in Verbindung stand.
Evelyn Whitcomb befand sich in der Nähe des Fensters.
Daniel saß regungslos auf dem Besucherstuhl.
Und mein Mann starrte auf mein Handy, als könnte er die Verbindung mit reiner Willenskraft wiederherstellen.
Ich griff nach meinem Notizblock.
RUFE SIE ZURÜCK.
Hayes wählte sofort die Nummer.
Direkt zur Voicemail.
Er versuchte es erneut.
Nichts.
Mein Herz hämmerte.
Tessa war nicht nur meine Chief Operating Officer.
Sie war die Frau, die mir beim Aufbau von Ironline Freight Solutions geholfen hatte, als unser Büro aus drei Schreibtischen, einem störanfälligen Drucker und einer Kaffeemaschine bestand, die auf den Boden tropfte.
Sie kannte meine Passwörter.
Meine Kunden.
Meine Finanzen.
Sie wusste, wo ich meine Notfall-Bargeldreserven aufbewahrte und welche Mitarbeiter flexible Arbeitszeiten benötigten, weil sie kranke Eltern pflegten.
Sie war fast acht Jahre lang meine engste Freundin gewesen.
Und nun hatte sie jemand gefunden.
Detective Brooks machte den ersten Schritt.
“Herr Mercer, geben Sie mir die Nummer.”
Hayes las es laut vor.
Sie rief jemanden aus ihrer Abteilung an.
„Mögliche Bedrohungslage. Wir benötigen eine Überprüfung des Wohlbefindens von Tessa Grant, weiblich, ca. 38 Jahre alt. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort ist das Firmenbüro.“
Sie hörte zu.
“Ja. Ich schicke Ihnen die Adresse.”
Ich griff nach meinem Handy.
Meine Hände zitterten so stark, dass ich es kaum aufschließen konnte.
Ich habe unser firmeninternes Nachrichtensystem geöffnet.
Tessas Status war AKTIV.
Ich habe Folgendes eingegeben:
TESSA, ANTWORT MIR. BIST DU IN SICHERHEIT?
Die Nachricht blieb ungelesen.
Ich tippte erneut.
Falls Sie das sehen, schicken Sie mir etwas. Nur einen Brief.
Nichts.